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Sanfte Zwischentöne aus der Natur – die perfekte Alternative zur weißen Wand

  • Dagmar Orthmann Bless
  • 3. Aug. 2025
  • 3 Min. Lesezeit


Das zarte Rosa einer Muschel, das blasse Blau eines Sommerhimmels oder die braun-graue Haut eines Elefanten – die Natur ist voller sanfter Zwischentöne. Diese sogenannten Tertiärfarben oder farbigen Neutraltöne sind ideal für unser Zuhause. Lassen wir uns inspirieren – und sagen: Adé weiße Wände!


eine Gruppe von Elefanten, Giraffen und Zebras und die daraus extrahierten Farben der Natur
Die Natur ist voller sanfter Zwischentöne, so wie hier in der Namibischen Wüste.




Weiße Wände überall


„Wir waren uns unsicher – da haben wir die Wände erstmal weiß gestrichen.“ Diesen Satz höre ich häufig von meinen Kundinnen und Kunden. Weiß sei schön neutral, sagen sie. Neutral, ja – aber schön?

Weiß ist oft eine Verlegenheitslösung. Weil man sich nicht entscheiden konnte. Weil man Angst hatte, etwas falsch zu machen. Weil man sich alle Optionen für die Einrichtung offen halten wollte. Weil es hell und modern sein sollte.


Weiß ist ein Stimmungskiller


Ja, weiße Wände sind hell und neutral. Doch oft wirken sie nicht frisch – wie beabsichtigt – sondern eher hart und abweisend. Das Fehlen von Farbpigmenten, diese neutrale Unberührtheit, macht sie zu Stimmungskillern. Die Räume wirken steril wie Laboratorien. Reines Weiß hat keine Persönlichkeit. Weiß kann jede:r. Farbe dagegen braucht Mut – und zeigt Charakter.


Farbe macht glücklich


Eine stimmig gewählte Farbe erfreut das Auge und hebt die Stimmung. Sie verleiht Räumen Individualität und Atmosphäre. Mit Farben lässt sich gezielt eine gewünschte Wirkung erzielen – ob entspannend oder aktivierend. Farbe unterstützt dabei, dass Räume die Funktionen erfüllen, die wir ihnen zugedacht haben.

In meinen Beratungen erlebe ich oft: Die Menschen mögen Farbe. Und dennoch bleiben die meisten Wände weiß – warum?



eine zartblaue Wand in einem Essbereich
Der Farbton Borrowed Light von Farrow & Ball passt in viele Räume. Foto: Farrow & Ball

Die Qual der Farbwahl


Die Auswahl an Wandfarben ist riesig – und genau das macht es schwierig. Ganze Regale voller Farbkarten im Baumarkt, unzählige Kollektionen im Fachhandel, ständig neue Trendfarben und spektakuläre Inspirationen auf Pinterest & Co. Das überfordert viele – und führt dazu, dass es bei Weiß bleibt. Oder dass zu grelle, zu kühle oder zu reine Töne gewählt werden, die dann unruhig oder unpassend wirken.



ein Colorboard mit den Farben der Natur rund um den Blauen See von Arolla
Zwischentöne in einer herrlichen Berglandschaft: Der Blaue See von Arolla, der an diesem Tag so gar nicht blau erschien.

Die Lösung: Farbige Neutraltöne bzw. Tertiärfarben


Deshalb empfehlen wir Interior-Profis gerne sogenannte Tertiärfarben. Diese entstehen durch das Mischen von Primärfarben (Rot, Gelb, Blau) und Sekundärfarben (Orange, Grün, Violett) – oft mit einem leichten Grauanteil. Also ein bisschen „Schmutz“, wie wir sagen.


Warum diese sanften Zwischentöne so gut tun


Weil genau solche vergrauten Nuancen auch in der Natur vorkommen. Dort finden wir kaum reine Farben, sondern unzählige sanfte Übergänge. Farben, bei denen wir nicht sicher sagen können: Ist das jetzt Blau, Grün oder Grau? Ist das Rosa, Apricot oder Beige? Genau solche Töne wirken harmonisch und natürlich – und deshalb auch wohltuend.

Wir nennen sie auch farbige Basics. Sie sind ebenso vielseitig kombinierbar wie Weiß, aber deutlich angenehmer. Sie fügen sich in viele Einrichtungsstile ein – und lassen Räume wohnlich und stilvoll wirken.


Beispiele für perfekte Zwischentöne


ein Colorboard mit 6 verschiedenen Varianten von warmen Grautönen, dem sogenannten French Gray
Sogenanntes French Gray: helle, warme Nuancen von Grau

Varianten von French Gray

Eine bewährte Farbgruppe sind die sogenannten „French Gray“-Töne. Das sind helle, warme Nuancen von Grau mit variabler Pigmentierung. Mal spielen sie ins Rosé, mal ins Bräunliche, mal zeigen sie einen Hauch Grün oder Gelb. Je nach Tageslicht wirken sie mal farbiger, mal neutraler – und bleiben immer elegant.


Zarte Rottöne

Momentan schlägt mein Herz besonders für rötliche Nuancen. Inspiriert von Mandelblüten, Südseemuscheln oder fließenden Chiffonkleidern: Töne zwischen Nude, Rosé und Sand. Sie lassen sich wunderbar kombinieren – etwa mit dunklem Holz – und wirken zugleich weich und modern.


ein Wohnraum mit einer zarten Wandfarbe von rosa-beige
Der wunderbar weiche Farbton "gestrandet" von VerWandlung. Foto: VerWandlung, Ursula Kohlmann

Die Erfolgsformel für angenehme Wandfarben


Ob bläuliche, rötliche, grünliche oder gelbliche Richtung – es gibt eine Formel, die farbige Neutraltöne so besonders macht:

  • Ein hoher Weißanteil sorgt für Helligkeit und Frische.

  • 2–10 % Farbpigmente bringen feine Nuancierung und Lebendigkeit.

  • Ein Grauanteil (der kleine „Schmutzanteil“) dämpft die Farbe – und verhindert, dass sie zu pastellig oder kindlich wirkt.

Selbst Rosa kann mit etwas Grauanteil modern, zurückhaltend und unisex wirken.


Gemeinsam zur passenden Farbgestaltung


Farbe bedeutet Stimmung und Lebensqualität. Damit sie ihre Wirkung optimal entfalten kann, sollten Farbkonzepte gezielt und individuell geplant werden.

In der Beratung erkunde ich gemeinsam mit meinen Kundinnen und Kunden:

  • Welche Funktion hat der Raum?

  • Welche Atmosphäre ist gewünscht?

  • Wie sind Lichtverhältnisse und Tageslichtverlauf?

  • Welche Farben magst Du – und welche nicht?

  • Welche Möbel, Materialien oder Farbtöne sind bereits vorhanden?

Auf dieser Grundlage entwickle ich individuelle Vorschläge für die passende Farbgestaltung.



Deine Räume verdienen mehr als weiße Wände


Du hast Lust auf sanfte, natürliche Farben – bist aber unsicher, was wirklich zu Dir und Deinem Zuhause passt? Ich unterstütze Dich gern mit einer professionellen Farbberatung: persönlich, fundiert und mit einem Gespür für das Wesentliche.



Dagmar Orthmann Bless von Bless Interieur

Jetzt unverbindlichen Beratungstermin anfragen – ich freue mich auf Dich!


Deine Dagmar Orthmann Bless


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